Nicht pfotengerecht!

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Weihnachten ist ja so schön! Es ist wundervoll, wenn wir alle zusammen im Wohnzimmer am geschmückten Tannenbaum sitzen und sich der Kerzenschein in den Augen spiegelt. Das ist sehr stimmungsvoll. Und die ganze Zeit riecht es nach leckerem Essen!

Bei uns kommen die Weihnachtslieder übrigens nicht aus dem Player, sondern werden selbst gemacht. Meine Familie ist nämlich musikalisch: Frauchen und Anne singen, Mattes zupft auf seiner Gitarre, Oma Hilde und Rieke spielen Flöte, Opa Habbo drückt die Tasten auf seinem Akkordeon und Renke tut so, als würde er auch mitsingen. Abgesehen von den hellen Tönen der Flöte hört sich das wirklich gut an. Bei „Kommet, ihr Hirten“ legt Kalle immer den Kopf in den Nacken und heult wie ein Wolf. Er kann nichts dafür, das ist Instinkt. Und sehr lustig!

Habt ihr schöne Geschenke bekommen? Ich ja! Frauchen hat mir eine neue Kuscheldecke geschenkt. Und von Oma Hilde und Opa Habbo habe ich ein Plüschtier mit Tau-Beinen bekommen. Man kann ganz prima daran herumzerren. Anne und Renke haben mir einen Karton mit meinen Lieblingsleckerlis mitgebracht – den hat Frauchen gleich in Gewahrsam genommen, damit ich nicht alle auf einmal auffresse.

Leider gibt es auch ein Geschenk, das alles verändern wird. Frauchen hat nämlich von Mattes eine neue Tastatur für ihren PC bekommen. Es handelt sich um eine ergonomische Tastatur, ist also etwas ganz Tolles – zumindest für Frauchen. Sie ist ganz begeistert davon. Das Dumme ist: Ich komme damit überhaupt nicht klar. Die Tastatur ist nicht pfotengerecht! Sie ist sogar pfotenungerecht! Ständig muss ich korrigieren, weil ich versehentlich mehrere Buchstaben gleichzeitig drücke. Das sieht dann so aus:

Weiughenachten istttg h ghja scho schönh! Ichg ligehbe egrsm, wenhh wwigtr alllej zuzsamamnmen ijhm Wohgnzimghegher qam gefscjmüpcjgtekbn Tabnbbnenbazugm sitzhen uuhgdb sicgh dgter Kgertenschehin ibn dben Augften spuegflet,.

Falls ihr es nicht erkannt haben solltet: Das sind die ersten beiden Sätze meines heutigen Eintrags. Jetzt könnt ihr euch sicher vorstellen, wie mühsam das Tippen für mich mit dieser Tastatur geworden ist. Denn beim Korrigieren passieren ja wieder neue Fehler, die ich dann auch korrigieren muss. Ich habe die Zeit nicht gestoppt, aber allein für diesen Text habe ich mindestens fünfmal länger gebraucht als sonst.

Von Mattes war es bestimmt keine böse Absicht, dass er Frauchen diese nicht pfötchengerechte Tastatur geschenkt hat. Er meinte es ja nur gut. Woher sollte er auch ahnen, dass ich hin und wieder an Frauchens Computer sitze, um zu bloggen? Weder er noch Frauchen wissen etwas von meinem Blog! Das mache ich ja immer heimlich!

Aber mit dieser neuen Tastatur … Hm. Ganz ehrlich: Besonders viel Spaß macht mir das Tippen damit nicht. Mir tun jetzt schon die Pfötchen weh! Seid bitte nicht traurig, Freunde, aber ich glaube, das ist heute mein letzter Blog. Dafür habt ihr doch bestimmt Verständnis, hoffe ich!

Ich wünsche euch jedenfalls alles Liebe, eine superschöne Silvesterparty und ein aufregendes Jahr 2016! Vergesst mich nicht! Ich liebe euch! Für immer. Schnief.

Bye, bye!

Eure Tomke

PS: Auch wenn ich nicht mehr blogge, freue ich mich natürlich wie ein Boköpu über Post von euch!

 

Boköpu-Frauchen

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Frauchen war gestern beim Friseur. Ich durfte natürlich mit, wie immer. Der Friseur heißt Tammo. Ich bekomme immer einen Hundekeks von ihm. Tammo ist ein freundlicher Friseur.

Im Friseursalon gibt sogar einen Hundekorb, Hundekekse, einen Trinknapf und ein Gummitier, das quiekt, wenn man es drückt. Die Sachen gehören alle Tammos Hund. Er ist ein Mops und heißt Biskuit. Komischer Name, aber er hört darauf. Biskuit und ich verstehen uns ganz gut. Er hat nichts dagegen, wenn ich es mir in seinem Körbchen gemütlich mache, mit seinem Gummitier spiele und von seinem Herrchen Hundekekse bekommen.

Einmal war Kalle mit, da habe ich Biskuit von einer ganz anderen Seite kennenlernen können. Wie ein kleiner Kampfmops hat er sich aufgeführt und sein Nackenfell gesträubt! Er wollte Kalle nicht in den Laden lassen, aber Kalle ist einfach an ihm vorbeimarschiert und hat ihn gar nicht beachtet.

Aber zurück zu gestern: Während ich gemütlich in Biskuits Körbchen vor mich hingedöst habe, hat Tammo sich um Frauchens Haare gekümmert. Als er damit fertig war, hätte ich Frauchen fast gar nicht wiedererkannt! Sie sieht aus wie ich! Kurze, bernsteinfarbige Wuschellocken – wirklich, genau wie ich! Partnerlook!

Das findet Mattes übrigens auch! Das Erste, was er gestern Abend zu ihr sagte, war: „Du siehst ja aus wie Tomke!“ Ansonsten ist Frauchen aber wie immer – darüber bin ich echt froh.

Tomke

16.12.2015

Der größte Kauknochen der Welt

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Zum Nikolaus habe ich von Oma Hilde und Opa Habbo einen Kauknochen geschenkt bekommen. Aber was für einen! Das ist der größte Kauknochen, den ich je gesehen habe! Etwas unhandlich ist er ja, man passt kaum durch die Tür, wenn man ihn in der Schnauze mit sich herumträgt. Ständig stößt man gegen Möbel, Frauchens Beine und so. Aber das macht nichts. Der Knochen ist super!

Ich nehme ihn überall mit hin. Auch unterwegs habe ich ihn natürlich dabei. Und alle, die wir treffen, staunen über meinen tollen Kauknochen!

Eiko, der Postbote, ist sogar der Meinung, der Knochen überrage meine Körperlänge. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, jedenfalls ist der Knochen wirklich laaang. Leider kann ich mit Eiko nicht wie gewohnt Ball spielen, denn mit dem Riesenknochen in meiner Schnauze ist nur Schrittgeschwindigkeit möglich, an einen rasanten Galopp braucht man noch nicht einmal zu denken.

Der Buurmester war sogar richtig neidisch, als wir ihn heute Morgen vor dem Metzgerladen getroffen haben. „Oh, was hat Tomke denn da Schönes?“, fragte er. Antworten konnte ich ja nicht, weil ich den Knochen zwischen den Zähnen hatte. Der Knochen hat ihn so sehr beeindruckt, dass er ganz vergessen hat, mir ein Leckerli zu geben. Das vergisst er sonst nie! Aber Leckerli nehmen und gleichzeitig den Kauknochen – nee, das wäre sowieso schwierig geworden. Ich habe mich schnell weggedreht, obwohl ich den Buurmester mag, aber wie er meinen Knochen angesehen hat, das war mir nicht geheuer. Er wollte den bestimmt gern haben!

Ob Menschen überhaupt an Kauknochen nagen? Also, mein Frauchen macht es nicht, aber sie ist ja auch nicht typisch Mensch, sondern typisch Frauchen.

Bei unserem großen Spaziergang mit Anne, Kalle und Meta musste ich extrem aufpassen. Meta und Kalle hatten es sich nämlich in den Kopf gesetzt, mir den Knochen abzuluchsen! Zu zweit zerrten sie daran herum. Aber was ein Boköpu festhält, das hält er fest! Ich sag’s euch, Freunde: Die beiden hatten nicht den Hauch einer Chance!

Inzwischen ist der Kauknochen im Mittelbereich und an beiden Enden schon schön weichgekaut. Lecker! Bis ich ihn vollständig verarbeitet habe, wird es aber noch dauern. Bestimmt monatelang! Deshalb suche ich jetzt erst einmal nach einem geeigneten Versteck. Den halben Tag laufe ich schon im Haus und im Garten damit herum, aber der Knochen ist so sperrig, dass er sich nirgends unterbringen lässt. Außerdem ist es schwierig, einen unbeobachteten Moment abzupassen. Denn weil ich mit dem Knochen immer irgendwo anstoße, wird Frauchen sofort aufmerksam und guckt.

Das ist wirklich ein Problem. Ich habe den Knochen jetzt übergangsweise in mein Körbchen gelegt. Dort sieht man ihn zwar sofort, aber ich selbst habe ihn ja auch im Blick. Der Nachteil ist, dass für mich nun kaum noch Platz darin ist. Na ja, mir wird schon noch etwas anderes einfallen.

Was habt ihr eigentlich vom Nikolaus geschenkt bekommen?

Bis bald, ihr Lieben!

Eure Tomke

Peinlich!

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Gestern Abend ist mir etwas Peinliches passiert! Ich habe einen Riesenalarm gemacht, weil ein komischer Typ auf dem Haus von Frau Wiemers herumkrabbelte. Ich war mir ganz sicher, dass es sich um einen Einbrecher handeln musste! Wer sonst sollte bei Dunkelheit auf Häuserdächern herumturnen? Wobei ich dazu sagen muss: Sooo dunkel war es gar nicht, weil die Wiemers in Sachen Weihnachtsdekoration alle Register gezogen hat. Sie versucht jedes Jahr, Frauchen mit ihren vielen blinkenden Lichterketten, Sternchen und Engel zu übertrumpfen. Frauchen interessiert das natürlich gar nicht, unsere Deko ist sowieso viiiel schöner und stilvoller!

Aber zurück zum vermeintlichen Einbrecher: Frauchen kam sofort zu mir in den Garten gelaufen, um herauszufinden, was los war. Als sie begriff, dass ich den Kerl auf dem wiemersschen Dach anbellte, konnte sie sich vor Lachen fast gar nicht wieder einkriegen.

„Aber Tomke, das ist doch nur eine große Weihnachtsmannspuppe!“, kicherte sie. „Das sieht man doch an dem knallroten Mantel!“ Der lange Mantel war mir natürlich auch aufgefallen, ziemlich unpraktisch, wenn man in schwindelerregender Höhe herumkraxeln will. Aber woher soll ich wissen, dass der Mantel rot ist? Ich bin zwar ein Boköpu, aber doch ein Hund! Und Hundeaugen haben keinen Rezeptor für die Wahrnehmung der Farbe Rot, das weiß doch jeder!

Und außerdem sage ich immer: Lieber einmal zu viel wachsam sein als einmal zu wenig. Stimmt doch, oder? Trotzdem – eine Weihnachtsmannpuppe mit einem Einbrecher verwechseln … das ist schon sehr unangenehm. Warum musste das ausgerechnet mir passieren? Egal, Themawechsel:

Riecht es bei euch zu Hause auch so wunderbar nach Vorweihnachtlichkeit? Ich liebe diese Zeit! Natürlich nicht nur wegen der interessanten Düfte, sondern auch, weil Frauchen mir einen Hunde-Adventskalender mitgebracht hat! Danke, dass ihr mir dafür so schön die Daumen gedrückt habt! Der Kalender ist klasse! Jeden Tag macht Frauchen ein Türchen auf und holt ein Leckerli für mich heraus. Schleck!

Eine schöne Adventszeit wünsche ich euch!

Tomke
03.12.2015

Ruhestand

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Die nette Metzgereimitarbeiterin ist im Ruhestand! Das war vielleicht ein Schock für mich! Wer soll mir denn nun meine Leckerlis zustecken? Frauchen hat einen großen Blumenstrauß besorgt und eine sehr hübsche Karte gebastelt. Darin stand, dass sie der Mitarbeiterin alles Gute wünscht und sie ihren wohlverdienten Ruhestand genießen soll.

Die Mitarbeiterin war sehr gerührt, als Frauchen ihr den Strauß überreichte. Der ganze Laden war schon voll mit Blumen und Geschenkkörben voller leckerer Lebensmittel. Und jetzt ist sie weg, sie ist mit ihrem Mann verreist. Ich gönne ihr den Urlaub und das Rentnerdasein von Herzen, aber was ist mit meinen Leckerlis?

Aus alter Gewohnheit bin ich natürlich am nächsten Tag trotzdem zur Hintertür gelaufen und habe auf mein Leckerli gewartet – man kann nie wissen! Es dauerte ein wenig, aber dann öffnete sich tatsächlich die Tür und eine junge Frau mit Schürze erschien. Sie hatte eine Tüte Leckerlis in der Hand und sagte: „Du bist bestimmt Tomke! Mir wurde gesagt, dass du hier Stammkunde, nein, Stammhund bist und dir jeden Tag dein Leckerli abholst. Das soll auch in Zukunft so bleiben.“ Ihr glaubt ja gar nicht, wie sehr ich mich gefreut habe.

Natürlich vermisse ich die nette Mitarbeiterin sehr, wir kannten uns ja schon so lange! Es ist unglaublich lieb von ihr, dass sie ihre Nachfolgerin in puncto „Leckerlis für Tomke“ eingewiesen hat!
So, jetzt muss ich los – Frauchen helfen! Wir wollen nämlich das Haus dekorieren, mit Weihnachtsschmuck wie Lichterketten, Sternen und Tannenzapfen. Ob ich wieder einen so tollen Adventskalender bekomme wie im letzten Jahr? Drückt mir die Daumen!

Allerliebste Grüße von

eurer Tomke