Mit dem Buurmester unterwegs

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Frauchen hatte heute keine Zeit für mich, deshalb hat sich der Buurmester um mich gekümmert. Zu Anne und Renke konnte ich ja auch nicht, wegen der Wuschigkeit, obwohl die schon fast wieder vorbei ist. Jedenfalls war es mit dem Buurmester echt super. Wir haben einen großen Ausflug gemacht, er auf dem Fahrrad und ich zu Fuß oder besser gesagt: zu Pfote. Er ist den ganzen Rundweg mit mir entlanggeradelt, durch den Wald und die Felder. Wir haben Rehe gesehen! Und ich habe Wildschweine gerochen.

Das war ein aufregender Tag! Der Buurmester ist wirklich okay, ich bin gern mit ihm zusammen. Er hat das Herz am rechten Fleck, wie man so schön sagt.

In bester Laune:

Tomke

23.11.2015

Wuschigkeit mal zwei

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Ich erlebe gerade wieder eine Phase maximaler Wuschigkeit. So nennt Frauchen das, klingt ja auch viel besser als Läufigkeit. Jedenfalls bin ich überhaupt nicht mehr ich selbst – es ist ein Wunder, dass ich überhaupt in der Lage bin, mich um meinen Blog zu kümmern. Mir schwirrt nämlich ständig Kalle im Kopf herum. Das Problem ist: Ich bin nicht die Einzige! Meta ist nämlich auch läufig, zum ersten Mal. Sie hat versucht, Kalle den Kopf zu verdrehen, obwohl er doch quasi so etwas wie ihr Bruder ist, seitdem Anne und Renke geheiratet haben. Damit hätte ich nicht gerechnet, dass die kleine Meta einmal meine Rivalin werden könnte!

Anne und Kalle haben ja noch nicht so viel Erfahrung mit Hunden wie Frauchen. Deshalb dachten sich die beiden erst gar nichts dabei, als Meta sich immer wieder fiepend auf Kalle stürzte und ihn mit Highspeed-Wedelei zum Spielen aufforderte. Natürlich zog auch ich alle Register, um seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Kalle wusste zunächst gar nicht, wie ihm geschah, dass er gleich von zwei Hündinnen umgarnt wurde – normalerweise ist er ja immer hinter uns her und nicht umgekehrt. Er hätte garantiert nichts dagegen gehabt, mit beiden von uns eine Familie zu gründen. Aber Frauchen wollte das nicht zulassen. „Oh, oh, ich fürchte, bei Tomke ist es mal wieder so weit. Und bei Meta auch“, rief sie. Das Resultat: Keine gemeinsamen Spaziergänge mehr mit Kalle und Leinenzwang für Meta und mich. Tja.

Ihr glaubt ja gar nicht, wie unruhig ich bin. Es passt mir gar nicht, dass Meta mit Kalle unter einem Dach lebt. Bestimmt interessiert Kalle sich bald überhaupt nicht mehr für mich, sondern nur noch für Meta! Stellt euch mal vor, die beiden würden zusammen Welpen bekommen! Dieser Gedanke gefällt mir überhaupt nicht. Kann es sein, dass ich eifersüchtig bin? Ach, Quatsch. Oder doch? Ihr merkt es sicher schon: Ich bin vollkommen durch den Wind. Ich habe noch nicht einmal Lust zu bellen, wenn Lady durch unseren Garten stolziert. Noch nicht einmal die täglichen Ballspiele mit unserem Postboten Eiko wecken mein Interesse. Das ist alles andere als normal. Beim Metzger habe ich sogar fast vergessen, mir an der Hintertür mein Leckerli bei der netten Verkäuferin abzuholen. Sie musste mich extra rufen!

Zum Glück hat Frauchen Verständnis für meinen Zustand. Sie krault mich ganz viel, verwöhnt mich mit meinen Lieblingskauknochen und spricht mit sanfter Stimme beruhigend auf mich ein. Außerdem powern wir beide uns jetzt morgens wieder richtig aus und gehen joggen. Danach bin ich immer ganz müde und verschlafe den halben Tag. Von wem ich dann träume, ist ja wohl klar: Kalle, Kalle, Kalle.

Ich bin froh, wenn die Wuschigkeit wieder vorbei ist. Das ist nämlich ganz schön anstrengend, immerzu an Kalle und Welpen und Meta denken zu müssen.

Ein jauliger Gruß

Tomke

Hundekeks-Baum

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Der kleine Apfelbaum trägt noch immer keine Äpfel. Die Blätter sind auch alle abgefallen. Dieses Jahr wird es also wohl nichts mit der Ernte. Am Tag nach dem Einpflanzen habe ich direkt neben seinem Stamm in die geharkte Erde gepinkelt. Ich frage mich, ob ihm das geschadet hat und er deshalb keine Äpfel herstellt …

Andererseits: Die Temperaturen sind ja ganz schön gesunken. Bestimmt ist es dem Bäumchen einfach zu kalt für die Apfelproduktion. Es hat ja kein so schönes dichtes Fell wie ich, obwohl es Tag und Nacht draußen herumstehen muss. Und Blätter sind auch keine mehr dran, die für Wärme sorgen könnten. Daran bin aber nicht ich Schuld, sondern der Herbst.

Mir persönlich sind die Äpfel eigentlich nur mittelwichtig. Ich mache mir eigentlich nur wegen Frauchen darüber Gedanken, denn sie schnippelt sich jeden Morgen Apfelstückchen in ihr Müsli. Ich fände einen Hundekeks-Baum interessant. Das wäre eine feine Sache. Ob es so etwas gibt? In unserem Dorf habe ich bisher noch keinen solchen Baum entdeckt. Wäre mir garantiert aufgefallen, bei meiner unfehlbaren Spürnase. Aber wenn man immer nur am Boden herumschnuppert, kriegt man vielleicht doch nicht immer mit, was über einem so alles wächst. Zur Sicherheit habe ich den Hundekeks-Baum auf meinen Wunschzettel für Weihnachten geschrieben. Habt ihr auch schon einen Wunschzettel?

Einen schönen Tag wünscht euch

eure Tomke

06.11.2015

Von Bäumen und Blättern

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Frau Wiemers mag kein Laub. Ständig kämpft sie dagegen an, ist am Harken und am Fegen. Neuerdings benutzt sie sogar einen Laubbläser! Das ist ein fürchterlich lärmendes Gerät, nicht nur für meine empfindlichen Hundeohren, sondern auch für Frauchens Nerven. Und sinnlos ist es obendrein, denn nach ein paar Stunden liegt sowieso wieder überall Laub herum. In unserer Straße gibt es nämlich sehr viele Bäume mit sehr viel Laub. Warum wartet die Wiemers denn nicht ab, bis alle Blätter heruntergefallen sind? Dann hätte sie nicht nur weniger Arbeit, sondern auch ein nachhaltigeres Erfolgserlebnis. Und wir müssten nicht jeden Tag diesen schrecklichen Krach ertragen!

Hin und wieder werkeln Frauchen und ich auch zusammen im Garten. Aber wir machen dabei keinen Radau wie die Wiemers. Gartenarbeit mit Frauchen finde ich toll! Wir machen so etwas nämlich in Teamwork: Frauchen schnippelt zum Beispiel an Sträuchern und Büschen herum und ich zerkaue alles in handliche Stöckchen. Man muss nur aufpassen, dass man nicht versehentlich einen stachligen Rosen- oder Brombeerzweig zwischen die Zähne bekommt – autsch!

Für Frau Wiemers ist es offenbar extrem unterhaltsam, uns zu beobachten. Ihre üblichen Kommentare kann sie sich natürlich nicht verkneifen: „Na, Linda, auch mal fleißig?“, Das wurde aber auch mal Zeit – ist ja schon die reinste Wildnis bei dir“, „Das da vorne, das ist Unkraut“, „Hier, dein Flieder wächst zu mir rüber, den musst du auch noch zurückschneiden“ und so weiter und so fort. Ich glaube, weil die Wiemers immer alles allein machen muss, ist sie neidisch auf meine tatkräftige Unterstützung. Ihrer Katze Lady würde es im Traum nicht einfallen, mal ein bisschen mit anzupacken. Ich hingegen bin mir für keine Arbeit zu schade. Und ich habe Power – ist ja klar, denn ich bin ein Boköpu!

Am Wochenende haben Frauchen und ich zusammen ein Loch gebuddelt. Im Rasen! Frauchen mit dem Spaten und ich mit bloßen Pfoten. Ich wühle ja so gern in der Erde! Man stößt auf spannende Gerüche und wenn man Glück hat, findet man vielleicht einen Knochen oder einen anderen wertvollen Schatz. Normalerweise ist das Buddeln im Garten ja tabu. Einzige Ausnahme ist meine Sandkiste, dort darf ich nach Herzenslust Sachen ein- und ausgraben. Deshalb habe ich mich ganz schön gewundert, als Frauchen mitten auf dem Rasen mit dem Spaten loslegte. Doch dann kam der Buurmester und brachte einen kleinen Apfelbaum mit. Jetzt wurde mir sofort klar, dass unser Erdloch für das Bäumchen gedacht war. Ich hätte noch Stunden weiterbuddeln können, aber nachdem der Baum eingepflanzt war, wollte Frauchen, dass ich damit aufhöre. Schade.

Das Komische an dem Apfelbaum ist, das kein einziger Apfel an seinen Zweigen hängt. Vielleicht ist er gar kein richtiger Apfelbaum? Oder muss er sich erst eingewöhnen? Heute Morgen war jedenfalls noch immer kein Apfel zu sehen. Stattdessen hat das Bäumchen einige Blätter abgeworfen und ein paar davon sind direkt hinüber in den Wiemers’schen Garten geweht. Das wird der Wiemers nicht gefallen, denke ich … 😉 Aber uns auch nicht, denn jetzt kommt bestimmt wieder der doofe Laubbläser zum Einsatz.

Tomke

28.10.2015

Königspudel-Gene

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Ich will ja nicht prahlen, aber mein Fell ist wirklich einzigartig. Das ist eine Tatsache, die ich meinen Königspudel-Genen verdanke. Mein Fell hat eine edle Bernsteinfarbe, es glänzt seidig, sieht schön aus, ist atmungsaktiv, hält im Winter warm und im Sommer kühl und, und, und. Außerdem haare ich kaum und habe nie Verfilzungen.

Mein Fell sitzt immer einwandfrei – im Gegensatz zu Frauchens Haar. Das ist nämlich immer total verwuschelt, wenn sie morgens aus dem Bett kommt. Ihre Haare sind nicht so pflegeleicht wie meine, deshalb bindet sie sich meistens einen Zopf, damit es nicht auffällt. Und weil ihr Haar noch nicht einmal einen ordentlichen Kälteschutz bietet, muss sie im Winter eine Mütze tragen. Und alles nur, weil sie keine Königspudel-Gene hat.

Eure Tomke